Chronik - Von der Historie zur Gegenwart

Die Anfänge
Nach dem Kriege wirtschaftlich ausgebrannt war es schwer die Grundbedürfnisse der Bevölkerung zu decken. Die zumeist desolate Lage in der Produktion und die mangelhafte Infrastruktur machte es schwierig, Warenproduktion und Warentransport in erforderlichem Maße voran zu treiben. Reich an Ideen, mangelte es jedoch vielmals an deren Umsetzung. Beispielsweise galt es das in den Flüssen und Seen nicht ausgeschöpfte Potential durch Zusammenschlüsse von Fischern zu Bewirtschaftungskollektiven in Anbetracht auf deren Einflussnahme einzuwirken. Die bestehenden Angelgruppen wurden zu Sektionen zusammengefasst und standen unter Leitung des Landes. 1952 wurden jedoch die Länder aufgelöst und in Bezirken neu geordnet. Mit dem Ministerialerlass des „Gesetzes zur Förderung des Angelsports“ im Oktober 1954 und der diesbezüglichen Gründung des Deutschen Anglerverbandes wurde daher nicht ganz ohne Selbstzweck der zusätzlichen Versorgung der Bevölkerung gedacht wobei der sportliche Freizeitgedanke nicht im Vordergrund - verglichen zu heutiger Zeit - stand.
Gleichfalls wollte man mit alten gewachsenen Vereinsstrukturen seit der Machtergreifung durch die NSDAP brechen und für eine einheitliche Regelung der Angelfischerei sorgen. Dem Deutschen Anglerverband oblag es nun nicht nur im Sinne der Freizeitgestaltung seiner Mitglieder tätig zu werden, sondern durch die Bildung von Abfischkollektiven die örtlich vorhandenen Gewässer zur Produktion und Nachzucht heranzuziehen. Die Jahre schritten voran, doch nach anfänglichen Erfolgen erkannte man, dass es ohne einen kräftigen Partner für die fast mittellosen Vereine schwierig ist alles in Eigenregie zu stemmen. Seitens der DDR-Führung strebte man daher an, die bestehenden Ortsgruppen des „Deutschen Anglerverbandes“ den regionalen Betrieben anzuschließen, mit dem Ziel, die oftmals sehr groß gewachsenen Gruppen strukturell zu verkleinern. Hierdurch sollte die sportlich gelebte Freizeit durch die Werktätigen auch in die Betriebe eingebracht werden, um die gestellten Aufgaben und Ziele dank gegenseitiger Unterstützung zu erreichen. Aus diesem Zusammenhang erging aus der Ortsgruppe Merseburg des Deutschen Anglerverbandes am 17. Februar 1962 die Betriebsgruppe „VEB-Chemische Werke Buna“ hervor.
Durch ortsansässige Schkopauer sowie den Betriebsangehörigen der CWB erfolgte ein stetiger Aufbau der eigenen Betriebssportgruppe und es wurden Bestrebungen für die Obhut eigener Gewässer getätigt. Am 12. Mai 1969 erfolgte mit einem Schulterschluss zwischen der LPG Schafstädt und der Gemeinde Schkopau der Nutzungsvertrag über den Schlossteich als Angelgewässer. Ein gleich lautender Vertrag belegte 1970 die Nutzungsvereinbarung über den Schwanenteich sowie den Mühlteich 1981. Für die Anzucht, sowie zur Vorhaltung von Besatzmaterial dienten der Schwanenteichteich sowie die beiden Dörstwitzer Teiche. Hierfür war das bis zur Wendezeit in wechselnder Zusammensetzung bestehende 5-köpfige Abfischkollektiv zuständig. Dank der Weitsicht unseres damaligen Trägerbetriebes und Namensgebers konnten wir über diesen ein 60m Zugnetz beziehen, welches die Bewirtschaftung dieser und anderer Gewässer im Umkreis sehr unterstützte.




